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didacta 2014: Nichts neues...oder doch?

 

MessePlanAm 28. März 2014 besuchte ein Teil des fraLine-Teams des FTzM die Bildungsmesse „didacta“ in Stuttgart. In Halle 8 waren die "Neue Technologien" untergebracht, die meine Kollegin, Kollegen und mich am meisten interessierten. Die Halle 8 befand sich jedoch am Rand des Messegeländes und war dazu noch halbleer! Ist also Bildungstechnik für Schulen und Hochschulen nicht mehr so interessant wie in den letzten Jahren?

 

Hier ein paar Beobachtungen und Meinungen von fraLiner/inne/n:


Veronika: „Das war meine erste didacta, ich konnte viele neue Eindrücke gewinnen und in zahlreiche Bereiche des Bildungswesens reinschnuppern. Besonders faszinierte mich der Entwicklungstand im eLearning-Bereich. Ich würde mir wünschen, dass ich bald mehr davon auch in der Praxis an den Schulen wiederfinde. Insgesamt war diese Messe sehr inspirierend und ich bin schon gespannt auf die Innovationen im nächsten Jahr!“

 

IMG 0671Christos: „Ein Tag voller Einblicke in das Schulwesen und deren Hintergründe bzw. Weiterentwicklungen. Normalerweise kriegen wir immer nur die Ergebnisse in den Schulen mit. Heute konnten wir das gesamte Angebot erblicken. Es war eine neue Erfahrung und eine super Möglichkeit die didacta kennen zu lernen. Da sogar das Wetter mitspielte, gibt es nichts zu bemängeln! Ein anstrengender, aber auch sehr informativer Tag neigt sich dem Ende und das Warten auf neue Entwicklungen in einem Jahr beginnt.“


Kamil: „Eine sehr informative Veranstaltung. Jedoch fand ich die Gestaltung der Messe für die Besucher etwas zu überladen. Natürlich ist es nicht einfach, eine Messe auf solch einem großen Gelände gut zu planen, da unglaublich viele Informationen angeboten werden sollen. Jedoch genau aus diesem Grund würde eine bessere Organisation der Infopunkte es dem Besucher enorm erleichtern, die vielen Angebote und zum Teil auch einige interessante Innovationen zu verarbeiten.“

 

IMG 0650Sebastian: „Ein gelungener Tag! Interessant, sich auch die Bildungswelt außerhalb der Schule anzusehen. Besonders haben mir die technischen Weiterentwicklungen der digitalen Tafeln gefallen. Hätte ich das Geld gehabt, hätte ich eine gleich eingepackt.“


Andreas: „Ich bin erschöpft, allerdings im positiven Sinne. Ich finde es erstaunlich, was sich alles unter den Begriff Didaktik subsumieren lässt und empfand es als Bereicherung, die heutige didacta erstmalig besuchen zu dürfen, auch wenn ich ein wenig überladen bin mit den zahlreichen Eindrücken. Mein persönliches Fazit des heutigen Tages, auch wenn es eine späte Erkenntnis ist: Die digitalen Medien sind mittlerweile nicht mehr aus dem Klassenzimmer wegzudenken.“


Marco: „Ein Projektor von Epson! Das hat mich fasziniert. Es ist ein Ultrakurzdistanzbeamer, der ohne Tafelfläche auskommt, aber dennoch interaktiv mit Fingern und Stift bedienbar ist. Bedienen kann man ihn mit bis zu sechs Fingern. Total faszinierend wie einfach das ist.“

 

IMG 0656Marc: „Die Cloud ist in der Schule angekommen und wir konnten einen Ausblick erhaschen, wie Tablets mit digitalen Tafeln zusammenarbeiten. Die Inhalte nahtlos von der Tafel zum Tablet und wieder zurück zu schicken ist schick und funktioniert auf den ersten Blick recht gut. Ob das in der Schule auch gelingt? Es bleibt spannend, was die Zukunft bringt.“


Dominik: „Cloud, BYOD und Smartboards waren die großen Schlagworte auf der didacta. Aber auch abseits dieser Wege wurden viele interessante und kreative Ideen vorgestellt.“


IMG 0645Fabian: „Das Angebot an digitalen Medien zum Einsatz im Bildungsbereich ist mittlerweile sicherlich beeindruckend. Aufgrund der Verbreitung und Akzeptanz von mobilen Geräten werden diese nun auch in der Bildung interessant. Um sich über diese Themen zu informieren, gibt es wohl keine bessere Anlaufstelle als die didacta. Sowohl im Hard- als auch im Softwarebereich wurden dort mannigfaltige Lösungen vorgestellt.“


Thomas: Obwohl Bildungsinformatik eigentlich als „schnelllebig“ gilt, bleiben die jährlichen Fortschritte, die auf Messen wie der CeBIT, Learntec oder didacta gezeigt werden, oft hinter meinen Erwartungen zurück. Gerade bezüglich Usability und der Anpassung der Technik an konkrete Anforderungen der Seminar- und Unterrichtspraxis gibt es m. E. noch Entwicklungsbedarf! Liegt es an meinen (zu hohen?) Erwartungen oder verkauft sich Bildungstechnik auch ohne die wünschenswerten Weiterentwicklungen schon ausreichend gut? Es entsteht der Eindruck als sei der Innovationsdruck innerhalb der Branche nicht sehr hoch. Das ist schade, denn Technik könnte lernförderlich eingesetzt werden, muss aber häufig noch an die speziellen Anforderungen des Lehrens und Lernens angepasst werden

 

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Andererseits… In Halle 1, in der im Wesentlichen die Verlage untergebracht waren, waren auch digitale Medien (vor allem Tablets und Lernsoftware) vertreten. Offensichtlich zählen also digitale Medien gar nicht mehr unbedingt zu den „Neuen Technologien“? Ein Gesprächsfetzen zweier Lehrerinnen, den ich im Flur belauschen konnte, bestätigte diese Vermutung: „Was ist denn an einer digitalen Tafel noch neu? Ich arbeite seit über drei Jahren damit…“ Technik kam offensichtlich in Schule und Hochschule bereits an – eine erfreuliche Entwicklung!

 

Thomas Knaus

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